Wie sich die Alocasia Micholitziana Green Velvet entwickelt

Die Alocasia micholitziana Green Velvet ist eine meiner Lieblingsalocasien: das Grün ist satt, die weißen Blattadern strahlen und natürlich ist das Blatt pfeilförmig spitz. Das Grün und Weiß harmoniert sehr gut miteinander und die Pflege ist wie bei den meisten Alocasien. Und die Alocasia micholitziana Green Velvet hat sich auch nach und nach bei mir ausgebreitet, einerseits über Seitentriebe, die ich von der Pflanze getrennt habe, aber auch über Rhizome.
In meinem Terrarium habe ich auch noch eine massive Micholitziana herangezogen. Der geht es auch insgesamt fast am besten: sie ist die größte der Ableger geworden und bringt schon ihre eigenen Ableger. Und mit ihr will ich auch zwei größere Töpfe von mehreren Alocasien starten; ich lasse die Ableger mit im Topf der Hauptpflanze bzw. setze kleinere Pflanzen wieder hinein.
Was an der Alocasia micholitziana nicht so schön ist
Denn die Micholitziana hat ein "Problem", wenn man das so nennen möchte: sie hat recht lange Petiolen/Blattstiele. Das kann etwas karg unten rum aussehen, wenn man sie groß werden lässt. Und bei meiner Mutterpflanze kommt ja auch noch hinzu, dass ich sie mal abgeschnitten habe. Konsequenz: der Stamm hat keine Blätter mehr. Also muss dort eine Babypflanze hinein. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen! Wenn ich die beiden Pflanzen im Topf nun in Stufen wachsen lassen kann, sollte das richtig ordentlich aussehen.


Und natürlich löst das auch ein bisschen Platzprobleme: ein Topf weniger. Denn Platz ist mittlerweile recht knapp und ich möchte aufräumen, um den neuen Pflanzen Raum zu geben. Und die Micholitziana lässt sich auch gut verkaufen.
Neu bei mir: Micholitziana variegata „Frydek“ und Cuprea

Zwischen der regulären Alocasia Micholitziana und der variegata „Frydek“ zu wählen, war schon ganz am Anfang meiner Alocasien schwierig. Weiße Panaschierung sieht wirklich schick aus und die variegata der Micholitziana ist auch öfter einfach im Baumarkt zu finden. Oder zumindest im größeren Gartencenter. Aber damals habe ich mich für die Green Velvet entschieden und das war auch gut so. Sie ist für mich eine typischere Alocasie als die variegata oder auch die Zebrina.
Doch irgendwie stand die Frydek variegata immer auf der Liste und da ich nochmal eine Alocasia Cuprea kaufen wollte, habe ich gleich einen größeren Einkauf gemacht. Jetzt sind eine Alocasia Cuprea und eine Frydek Variegata mit eingezogen, zusammen mit dem neuen Rumohra-Farn und Pilea involucrata.
Die Frydek hat sich gut benommen: ein paar Tage habe ich sie in Ruhe gelassen und dann bald in Semihydro umgetopft. Sie hat ein Babyblatt danach verloren, aber schien mir soweit stabil. Und das war sie auch und hat bald ihr zweites Blatt gebracht. Der geht es also gut.
Bei der Cuprea ein Problemchen

Anders bei der Cuprea Red Secret. Und die wollte ich unbedingt, denn in groß ist eine Cuprea einfach wow. Aber einen Tag nach dem Versand konnte ich Schimmel oben auf dem Substrat sehen. Das Substrat war ein Kokosmix und vermutlich hat der Versand mit wenig Luftaustausch ihm nicht gutgetan. Es wuchsen Schimmelfäden um die Pflanze. Also raus aus dem Substrat mit der Cuprea, in Wasserstoffperoxid tauchen und direkt in Bims. Scheinbar aber nicht die Lösung.
Am nächsten Tag steht wieder leichter Schimmel oben auf. Da hilft nur in Wasser + Wasserstoffperoxid stellen. Und deshalb hat die Cuprea vier Wochen in Wasser gestanden, bis sich deutlich neue Wurzeln gebildet haben. Da das ganze nun schon vier Wochen dauert, möchte ich sie auch bald in Semihydro umtopfen. Ihren Seitentrieb habe ich abgetrennt, aber der hat nicht überlebt. Der größere Teil scheint es aber geschafft zu haben.
Die Alocasia Cuprea Red Secret finde ich auch eine ganz besondere Alocasie. Sie sollte recht silbrige Blätter bekommen, die richtig groß werden. Die Cuprea lässt mich immer an die Filme „Alien“ denken: wenn die dunklen Blattadern ausgebildet sind, würde sie sicher irgendwo in die Alien-Filme passen. Ein Kokon oder vielleicht ein ekliges Krabbelvieh. Zusammen mit dem Silber und Grün passt das irgendwie. Mal sehen, wann ich meine Cuprea auch so hinbekomme.
Was ich mir interessant vorstelle: Eine Cuprea, die recht groß wird, mit einer kleinen Silver Dragon zusammenzusetzen. Wenn die Cuprea nur leicht rot wird und entsprechend groß, könnte unten meine Silver Dragon sitzen und die beiden zusammen könnten einen schönen Topf ergeben. Die Blattadern sollten ähnlich dunkel werden und die Blattform geht eher in Richtung rund als pfeilartig. Beide haben unterschiedliche Silbertöne. Vielleicht mache ich das mal. Für den Moment muss die Cuprea erstmal auswachsen. Was ich mir garnicht vorstellen kann, sind die beiden Micholitziana und Frydek zusammen. Sie wirken beide eher markant, wenn sie alleine stehen.
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