
Die Alocasia Platinum ist die perfekte Zimmerpflanze. Zuerst einmal ist ihre Größe genau richtig für eine schöne Ecke: sowohl Höhe als auch Breite sollten etwa 50 cm sein. Und sie wächst ganz locker weiter und weiter und macht keine Probleme. Die Blätter haben eine deutliche Pfeilform, wie sie bei den typischen Alocasien vorherrscht und die Blattadern sind etwas unauffälliger in dunklem Grün bis schwarz auf einer dunkel-silbergrünen Blattoberfläche.
Schon bei ihrer Ankunft bemerkenswert

Die Alocasia Platinum kam bei mir zusammen mit der Black Velvet und hat dieser eigentlich beim auspacken schon die Show gestohlen. Sie wirkte da schon stark, obwohl sie noch deutlich kleiner war, als sie es heute bei mir ist. Diese Mutterpflanze steht schon immer direkt im Licht einer Sansi 26w und bekommt so viel Licht ab. Die Alocasia Platinum ist bei mir auch die eine Ausnahme unter den Alocasien, weil sie in Aroidmix lebt. Also hauptsächlich Kokoserde, gemischt mit Pinienrinde und einem Teil Bims.
An die Wurzeln wollte ich mich nicht heranwagen
Zu dem Zeitpunkt haben alle anderen Alocasien bei mir schon Semi-hydro genossen. Allen ging es gut, wenn sie sich einmal umgestellt hatten. Und dann kam diese Platinum so sehr verwurzelt, dass ich an den Wurzeln lieber nichts anfassen wollte. Das Substrat entfernen würde doch sicher schiefgehen, die Pflanze schocken und dann geht die Qual mit dem aufpäppeln wieder los.
Also habe ich die Platinum so gelassen wie sie ist und in einen größeren Topf mit mehr Aroidmix gesetzt. Und bis heute ist sie happy. Sie ist deutlich gewachsen.
Und nicht nur ist die Pflanze selbst gewachsen, sondern sie hat immer mehr und mehr Seitentriebe mit Ablegern ausgebildet. Das ergibt einerseits ein tolles, volles Bild und andererseits könnte man die Ableger auch abtrennen und neue Pflanzen machen.

Natürlich habe ich das auch gemacht. Den ersten Ableger aus der Erde geholt und den dann in Semihydro gestellt. Und auch das hat gut geklappt. Nach einer Weile hat sich die Pflanze umgewöhnt und dieser Ableger wurde auch bald ein richtiges Vorzeigeexemplar. Der Ableger der Platinum wurzelt viel viel besser als alle anderen Alocasien und auch die Blätter sind mittlerweile größer als die der Mutterpflanze. Das alles wahrscheinlich dank Semihydro, wo mehr Wasser, Platz und Nährstoffe einer Pflanze allein zur Verfügung stehen.
Zwar brauche ich nicht mehr Ableger, aber die Platinum scheint mir auch ein guter Kandidat, um ohne Pflanzenlampe zu wachsen. Ich will nicht überall Pflanzenlampen haben und hätte auch gerne noch eine Pflanze mehr in der Küche, Richtung Südosten. Dort ist gibt es die große Balkontür und mit der Himmelsrichtung vielleicht sogar zuviel Licht. Ich kann mir vorstellen, die Platinum dort mal zu versuchen.
Wovon stammt die Alocasia Platinum ab?
Die Alocasia Platinum ist wahrscheinlich keine eigene Sorte, sondern gehört zur Alocasia Bisma und ist teilweise als Alocasia Bisma sp. Platinum zu finden. Die beiden Sorten haben sehr viel gemeinsam, wie die gewölbten, silbergrünen Blätter, eine gewisse Pfeilform und dunkle Blattadern. Allerdings sind die Blätter der Bisma deutlich runder an den Seiten, sodass sie eine sehr abgerundete Spitze haben. Die Farben scheinen bei der Bisma auch etwas einheitlicher und insgesamt hauptsächlich grün statt silber zu sein. Die Platinum geht viel deutlicher in Richtung einer Pfeilform (Alocasia – Pfeilblätter) und die Blätter zeigen viel silber und grau.
Ich habe nie eine Bisma besessen und finde die Platinum auch insgesamt schöner.
Alocasia Platinum ist rundherum zu empfehlen
Die A. Platinum ist wirklich eine einfache Alocasia und so pflegeleicht. Sie möchte gute Dünger-und Wasserversorgung, aber ausnahmsweise scheint das Licht nicht so eine große Rolle bei ihr zu spielen und ob das Substrat mal feuchter und mal trockener ist, scheint ihr auch egal. Deswegen würde ich sie auch jedem empfehlen, der eine schöne Ecke mit etwas Platz zu füllen hat und auch keine Pflanze verhätscheln will. Einfach in luftige Erde stellen, eine etwas hellere Stelle für sie wählen und die Erde nicht austrockenen lassen. Und schon hat man viel Freude mit einer schönen Pflanze.



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