…und was wöchentlich mit den Pflanzen passieren muss
Ich habe etwa 45 Zimmerpflanzen, um die ich mich regelmässig kümmern muss. Das umfasst mehrere Aufgaben:
- 1. gießen
- 2. Substrat spülen
- 3. Pflanze drehen – Standortcheck
- 4. düngen
- 5. kaputte Pflanzenteile entfernen
- 6. umtopfen

Alle diese Punkte sind wichtig, um die Alocasien besonders gut aussehen zu lassen. Und deshalb habe ich meinen Blumenkasten, der als Semihydrosystem funktioniert, wieder einmal erneuert. An dem Kasten lassen sich zwei Dinge gut erkennen: ohne regelmäßiges Drehen wachsen die Pflanzen nur auf einer Seite. So einen großen Kasten aber in alle Richtungen zu drehen ist dann ein Platzproblem. Und das spülen und Umtopfen der Pflanzen ist mehr Aufwand.
Vom Prinzip her ist dieser Blumenkasten perfekt: er bietet viel Platz, also können etwa vier kleinste Pflanzen oder je nach Größe etwas weniger Pflanzen hinein. Zwei große Polly gehen sehr gut. Nur das Licht war am Ende ein Problem, weil andere Pflanzen drumherum zuviel weggenommen haben.
Was der Semihydro-Blumenkasten an Pflege braucht
Der Semihydro-Blumenkasten braucht am wenigsten Pflege von allen Töpfen, denn er hat ein großes Wasserreservoir. Es gehen etwa 1,5 Liter Wasser hinein und damit kommen drei Pflanzen sehr weit. Ich drehe den Kasten selten und lasse damit insgesamt die Pflanzen einfach in Ruhe.
Sollte das Substrat etwas schmutzig aussehen, spüle ich den Kasten in der Dusche. Dabei bleiben alle Pflanzen so wie sie sind. Und ich tausche dann gleich einen Teil des Wassers im Reservoir. Das ist alles.

Die große Alocasia sanderiana Polly hat es sich gut gehen lassen und ein echt großes Wurzelsystem ausgebildet. Ich habe nichtmal einen Topf, in den ich sie umtopfen könnte. Aber genau das wollte ich machen, denn die großen Pflanzen sollen ein bisschen mehr Pflege bekommen und dann verkauft werden. Sie sind nicht ganz so schön gewachsen und ich möchte im Semihydro-Blumenkasten wieder ein paar kleinere heranziehen.

Das Umtopfen hat die Pflanzen ein paar Blätter gekostet und jetzt kann ich sie tiefer einsetzen, denn das eine Rhizom ist schon ziemlich groß. Das könnte sich (noch) mehr bewurzeln. Ich bin sowieso erstaunt, dass diese Polly ein ähnlich großes Wurzelsystem hat, wie meine Alocasia micholitziana aus dem Terrarium. Die Fläche haben die Pflanzen auf jeden Fall gut genutzt.
Die kleinere der beiden Pollies bekommt einen separaten Topf.
Sobald die Blüten weg sind und vielleicht ein oder zwei neue Blätter gekommen sind, werden die Pollies verkauft. Den Blumenkasten werde ich vorerst auflösen, da ich zuviele Rhizome habe.

Meine Rhizomzucht verbessern

Das Minigewächshaus hat nicht so viel Platz für Rhizome, wie ich mir wünsche. Einerseits hätte ich deutlich mehr Rhizome als die sechs Plätze darin, und andererseits möchte ich auch insgesamt weniger Boxen haben. Bei einigen Rhizomen wie bei Alocasia Silver Dragon und Micholitziana habe ich mir schon mit Blumentöpfen ausgeholfen, aber etwas konsolidieren wäre schon gut.
Ich richte jetzt eine höhere Box ein, in der die Alocasien-Rhizome länger nach dem Austreiben bleiben können. Da hatte ich zuletzt Moos mit einer Alocasia Black Velvet drin, die aber beide darin nicht gewachsen sind. Die Box befülle ich also mit einer Schicht Bims und dann habe ich einerseits ein paar bewurzelte Rhizome hineingetan und dann alle anderen (17 Stück).
Diese Box ist 13cm hoch und 20cm breit und damit können die Baby-Alocasien auch lange darin bleiben. Ich stelle mir schon vor, wie sich bei so vielen Pflanzen ein Blättermeer ergibt. Das sollte ja auch im Blumenkasten möglich sein, nur habe ich eben dort schon lange die kleinen Pflanzen raus.
Wahrscheinlich hat die Box mehr Belüftungslöcher als notwendig, aber die Luftfeuchte dürfte darin trotzdem 70-80% erreichen. Und da ich immer wieder feststelle, wie gut den Pflanzen die Luftfeuchte tut, ist das schonmal sehr gut. Wenn nötig, klebe ich die Löcher wieder zu.
Habe ich damit Platz gutgemacht?
Effektiv habe ich durch das Umsetzen aller Pflanzen den Platz der Minibox gutgemacht und viel mehr Rhizome untergebracht. Der Blumenkasten bleibt aber ja gleich, wenn ich ihn nicht auflöse. Aber ich denke, dass die kleineren Pflanzen sich darin besser machen, weil ich den Kasten in Zukunft mehr auf sie einstellen würde. Und ich denke, es ist mal Zeit, die Anzucht auf z.Bsp. eine Box und das Gewächshaus zu begrenzen. Und dann aktiver zu verkaufen oder garnicht heranzuzüchten.
Lohnt sich so eine kleine Alocasien-Zucht?
Ich wollte von Anfang an kleine Pflanzen heranziehen. Weil das eine aktive Tätigkeit in dem ganzen Pflanzenhobby ist und es immer was neues gibt. Und die überzähligen Alocasien verkaufe ich dann auf Kleinanzeigen oder Facebook. Jede Polly bringt ein paar Euro. Und die Micholitziana sind begehrt. Im Prinzip kann mir eine kleinere Polly schon die Stromkosten des Monats ausgleichen. Natürlich würden praktisch gesehen die Arbeit und die Materialien auch berücksichtigt werden müssen, aber es ist immernoch ein Hobby. Gelegentlich also ein paar Euro zurückzubekommen reicht da völlig aus. Bisher habe ich kleine Pollies für 6 Euro verkauft – Jungpflanze mit drei bis vier Blättern – und da hat noch keiner um den Preis diskutiert. Und davon mal ganz abgesehen, will ich auch Töpfe auffüllen und ein paar Duplikate meiner Pflanzen sind immer schön.

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