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Welche Pflanzen ich zurzeit vermehre

Donnerstag, 28. Mai 2026 | 936 Wörter | Lifestyle

…und was mir Pflanzen vermehren bringt.

Mini-Gewächshaus für die Aufzucht von Alocasien-Rhizomen

Vom Prinzip her stellt man eine Zimmerpflanze einfach nur hin und dann wächst sie. Natürlich gefällt mir das, aber was mir noch mehr gefällt, ist Pflanzen aufwachsen zu sehen. Und da der Anfang meiner Zimmerpflanzen vom vermehren her stammt, habe ich immer damit weitergemacht.

Wie ich meine Pflanzen vermehre, habe ich schon beschrieben. Dazu lässt sich nur ergänzen: ich vermeide Blumenerde. Darin sind mir schon einige Stecklinge eingegangen oder sie waren durch mehr Komplikationen einfach zu anstrengend. Kurz gesagt: die einfachste Methode ist, die Ableger in Wasser zu stellen. Fast alle Pflanzen reagieren auf Wasser mit neuem Wurzelwachstum und es ist relativ bakterienarm. Das mache ich auch am wenigsten, weil ich noch andere Vorteile will.

Gesuchter Vorteil: von Anfang an Stabilität durch Substrat. Das mache ich über feuchten Bims, wie auch bei meinem Semihydro. Besonders die Rhizome von Alocasien lassen sich gut in Bims eingraben. Dann die Luftfeuchte noch hoch halten und man hat ein sehr stabiles System: Wasserversorgung/Luftfeuchte sowie Nährstoffversorgung, sobald Wurzeln da sind. Und gleich Substrat als Stütze zu haben, gefällt mir am besten. Denn wenn Pflanzen nicht gleich nach oben wachsen, muss ich das später korrigieren. Schief wachsende Pflanzen sehen einfach nicht aus und machen auch andere Probleme.

Im Gewächshaus mit Bims stehen bei mir zurzeit drei Pollies mit Blättern. Und dann habe ich noch sieben Rhizome der Polly im Gewächshaus und einer weiteren Box zum vermehren. Brauche ich mehr Alocasia Pollies, ganz und garnicht. Deshalb verteile ich auch ab und zu Rhizome auf Töpfe, wenn beim Umtopfen neue dabei sind. Pollies werden verschenkt und verkauft, und auch bei den Pollies möchte ich nun mal anfangen, einen größeren Topf mit mehreren Pflanzen zusammenzustellen. Denn meine Mutterpflanze sieht zwar gut aus, aber den Topf mehr zu füllen, kann nicht verkehrt sein.

Andere Ableger und Stecklinge in Semihydro

Ein paar meiner Ableger sind für mich auch ganz spannend. Seit einer Weile habe ich im Gewächshaus eine Pflanze mit einem richtig hellgrünen und recht runden Blatt. Was ist das? Eigentlich muss es eine Polly sein, aber es sieht ganz und garnicht wie eine aus. Es können aber auch keine Überraschungen dabei sein, weil ich zu allen Rhizomen schon Pflanzen habe. Was das wohl wird?

Ein paar spannendere Ableger

ausgetriebenes Rhizom von Alocasia Baginda Silver Dragon

Kurz gesagt: meine Alocasia baginda Silver Dragon wuchs schief. Ich habe sie lange in ihrem Topf in Ruhe gelassen, aber ich möchte sie wieder gerade wachsen habe. Als ich sie aus dem Topf hatte, habe ich ein schon ausgetriebenes Rhizom gefunden. Das ist toll, denn die Silver Dragon hat bei mir noch keinen Erfolg gehabt, sich zu vermehren. Sie hat Stolen gebildet und auch schon ein anderes Rhizom gehabt, aber beide sind vertrocknet. Das ausgetriebene und ein weiteres Rhizom stehen jetzt separat in Semihydro. Das ausgetriebene Rhizom war mit der Spitze nach unten gerichtet und dann ausgetrieben, das muss sich jetzt erst mal nach dem Licht ausrichten.

Kopfsteckling von Monstera Deliciosa in Wasser

Und noch ein Neuling steht jetzt bei mir: in Wasser vermehre ich einen Ableger von Monstera Deliciosa. Den habe ich kürzlich bekommen und ich denke, er kann in der Küche eine schöne Ecke grün machen. Die erste Wurzel entwickelt sich auch schon. Für die gleiche Ecke gebe ich auch meinen zweitriebigen Steckling von Dieffenbachia her. Dem ging es nicht so gut, und als ich ihn aus dem Topf habe, war da so viel Schimmel in der Erde…. Der größte Teil des Stammstücks war Matsche. Das kann immer ein Problem bei den Stammstücken werden: irgendwann könnten sie in der Erde doch noch anfangen zu gammeln. Bei diesem habe ich also die oberen Triebe abgeschnitten und nochmal von vorne.

Was ich noch vermehre

Sechs Rhizome von Alocasia micholitziana Green Velvet. Bei meinem letzten Pflanzenverkauf habe ich einige Rhizome aus dem Topf gesammelt und die lohnen sich immer, für mich selbst oder jemand anders. Da ist noch nichts gewachsen.

Schnitt von Sagina subulata in Wasser vermehren

Sagina Subulata. Für mein Terrarrium schneide ich das Sagina regelmäßig und pflanze nach. Die Ränder des Terrariums sollen komplett grün davon werden. Die Abschnitte stehen in Wasser.

Fittonia albivenis ruby lime in Moosbox vermehren

Fittonia albivenis „Ruby Lime“. Sie liebt mein Terrarium, aber der zweite Steckling wohnt allein in einer Moosbox und hat die auch schon gut durchwurzelt. Wenn die mitmacht, lasse ich sie ganze Box übernehmen. Sie wächst also auf Moos und Erde mit hoher Luftfeuchte. Der Fittonia scheint hauptsächlich die hohe Luftfeuchte wichtig zu sein, im Topf mit Erde wuchs sie kaum, in den Terrarien wuchert sie mir davon.

Dieffenbachia-Stamm mit Moos umwickelt

Dieffenbachia. Ich vermehre sie zurzeit indirekt, weil ich die größte wieder abmoose, also den Stamm höher bewurzle, mit Kokos und Moos. Dazu habe ich mit einem Plastikbecher und Frischhaltefolie den Stamm mit den Substraten umwickelt. Denn ich möchte den kahlen Stamm wieder wegbekommen und dabei soviel wie möglich der jetzigen Pflanze erhalten. Wo bleibt meine große, volle Diffenbachia? Jedenfalls versuche ich es nochmal.

Das Hauptziel meiner Vermehrungen ist also: vollere Töpfe zu erstellen und mehr Stellen in der Wohnung mit den gleichen Pflanzen füllen, die mir so gut gefallen. Und ganz klar ist auch ein Zweck davon: ständige Veränderung der Pflanzen. Es muss immer ein bisschen nachjustiert werden, etwas umgetopft werden, etwas korrigiert werden. Und so wächst immer etwas neues: ich kann immer neue Blätter anschauen. Und sollte mal mit einer Pflanze was schiefgehen, kann ich sie einfach und schnell ersetzen. Und falls jemand eine meiner Pflanzen haben will, kann ich sie einfach verschenken.

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