
Bei mir hat sich guter Espresso wirklich etabliert. Seit einigen Jahren mache ich meine täglichen Espressi zuhause. Und wie es bei meinen Interessen so ist, geht einem Kauf immer ein gutes Stück Recherche voran. Jetzt war es so, dass ich mir Espresso als intensiveres, „härteres“ Getränk vorgestellt habe. Bei den meisten ist Espresso etwas spezielles, ein stärkeres Getränk, das nicht jeder trinkt.
Doch dann ging meine Moka-Kanne („Espressokocher“) kaputt. Und dass ich mir eine neue Kaffeemaschine kaufen würde, war ganz klar. Nach ein bisschen Online-Recherche und auch ein bisschen Vorort-Recherche = mehrere Röstereien besuchen und den Kaffee – insbesondere den Espresso – probieren, wollte ich auch zuhause eine Espresso-Siebträgermaschine haben.
Eine neue Moka-Kanne aus EdelstahlIch habe mir aber trotzdem nochmal eine Moka-Kanne gekauft und gezögert, den nächsten Schritt zu machen. Mag ich das überhaupt, ist eine Espressomaschine nicht zu teuer? Eine Espressomühle noch dazu kaufen ist auch teuer. Der Kaffee, den ich kaufen wollte, ist auch teurer. Geld Geld Geld.
Aber da mein Geburtstag kam und mir eine ordentliche Summe dazugeschenkt wurde, habe ich mir eine Flair Signature Handhebelmaschine neu und eine Espressomühle Demoka Minimoka M-203 gebraucht gekauft. Und ab dem Zeitpunkt hatte ich richtig ordentliche Espresso-Ausrüstung zuhause. Und seit mittlerweile 4 Jahren mache ich damit tagtäglich meine zwei doppelten Espressi.
Wie kommt man auf so eine Maschine?
Die Flair Signature Handhebel-EspressomaschineDiejenigen, die meine Maschine selbst gesehen haben, haben mich das gefragt. Sie ist etwas ungewöhnlich und die meisten haben so eine manuelle Maschine noch nie gesehen. Ein Barista in einer der Röstereien hat mich auf die Idee gebracht. Ich habe ein bisschen Smalltalk bei meinen Kaffeetests gemacht und der Barista erzählte mir von der Marke Flair, und dass sie sehr guten Espresso machen können. Vergleichbar mit einer viel viel teureren Maschine. Und schliesslich ist es dann auch die Flair Signature geworden. Und nun geht es mir jedes Mal so, dass ich gefragt werde, wie man überhaupt auf so eine Maschine kommt.
Was braucht mein guter Kaffee?
- schnell zu machen und immer verfügbar: keine langen Aufwärmzeiten für die Maschine, kein langes Mahlen
- guter Geschmack: eine mittlere Röstung, die etwas Säure betont
- ein bisschen Tätigkeit von mir
Natürlich kann das manuelle Zubereiten zuviel sein. Der Kaffee muss gemahlen werden, was bei mir elektrisch, aber ohne Timer passiert. Ich muss also Kontrollwiegen. Und eine Flair hat in den kleineren Modellen keine Elektronik: das Wasser muss separat gekocht werden und insbesondere die Brühkammer, ein Zylinder aus Metall, muss erhitzt werden, um die Brühtemperatur stabil zu halten. Das ist natürlich insgesamt ein kleiner Prozess mit einigen Einzelschritten und damit etwas Aufwand.
So den morgendlichen Kaffee zu machen, ist für mich ein kleines Ritual. Nicht das Handy in die Hand nehmen und scrollen, sondern den Espresso selbst brühen. Geruch nach frischem Kaffee, ein bisschen Aktivität durch einzelne Schritte und dann das Wasser durchpressen. Man konzentriert sich auf das Geschehen und nimmt sich einen kleinen Moment für etwas ganz alltägliches.
Wie funktioniert Espresso mit der Flair?
Ausgangspunkt: Die Mühle ist mit Kaffeebohnen befüllt und das heiße Wasser kocht.
1. Den Kaffee in das Sieb mahlen und zur Kontrolle mit einer Waage mit Zehntel-Gramm-Skala wiegen. Ich nehme immer 14,5 Gramm.
2. Den Stahlzylinder der Flair Espressomaschine aufheizen. Ich lege ihn dazu in einen Thermobecher und giesse zweimal kochendes Wasser auf. Auch den Zylinderverschluss mit aufheizen sowie den Espressobecher.
3. Den Kaffee mit einem Weiss-Distribution-Tool (WDT) gleichmäßig im Siebträger verteilen. Mit dem Tamper anpressen und das Sieb auflegen.
4. Den Zylinder und den Zylinderverschluss auf das Sieb setzen und in die Flair-Maschine stellen. Den Druckmesser einstecken und auf neun Bar mit dem Hebel drücken.
Jetzt brühe ich den Espresso im Verhältnis 1:2 bis 1:2,5 mit etwa 30-40 Gramm Output. Schnell einen Becher zum Tropfen auffangen drunter und fertig.
Und dann: einen super Kaffee auf der Couch oder am Küchentisch genießen.
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