Sie wächst im Zimmer mehrere Meter hoch und entwickelt Blätter über 40 cm Größe: Die Dieffenbachia seguine „Tropic Snow“. Und ihre Pflege kann so einfach sein.
- moderates Wässern:
die Erde mit einer größeren Menge gießen und dann gut antrocknen lassen. Sie sollte nicht mehr spürbar feucht sein vor dem nächsten Gießen.
- helles Ost-oder Westfenster:
Sie braucht viel Fensterfläche, ist aber mit 6 Stunden indirektem Licht glücklich.
- regelmäßig drehen:
die Dieffenbachie wächst zum Licht und wird auch ihren Stamm danach ausrichten. Durch drehen wächst sie gerade und bildet Blätter in alle Richtungen.
- gelegentlich Düngen:
im Abstand von mindestens 2 Wochen Düngen, ein üblicher Flüssigdünger ist genug.
- richtig eintopfen:
direkt in einen Übertopf pflanzen geht problemlos, wenn man mit dem Wasser gut acht gibt. Sonst kann ein Anzuchttopf aus Plastik im Übertopf das überwässern verhindern.
- Blumenerde kann ausreichen:
Auch beim Erdmix ist Dieffenbachia unkompliziert. Für schönes Wurzelwachstum (und damit eine schöne Pflanze) helfen auch beigemischte Kokoserde und Perlit/Blähton/Bims.
Meine größte Dieffenbachia mit über 1,40m
Vermehren: Stücke schneiden und neu bewurzeln
An der Dieffenbachia seguine „Tropic Snow“ ist auch toll, dass sie sich durch Stecklinge vermehren lässt. Man kann prinzipiell jedes Stück vom Stamm neu anwurzeln lassen. Dazu mit einem sauberen (nach Möglichkeit auch desinfiziertem Messer) zwischen zwei Ringen (Nodie) am Stamm schneiden und das Stück neu pflanzen. Hier sieht man mehrere Methoden:
Die Stammstücke auf Blumenerde auflegen und mit Folie die Luftfeuchtigkeit hoch halten
in klares Wasser stellen
mit Moos umwickeln und in einer feuchten Box lagern
Bevor man die Stücke in ein neues Medium gibt, sollten sie etwas antrocknen, denn sonst können sie sich Bakterien einfangen und absterben. Besonders wenn die Schnittstelle nicht dauerhaft an der Luft sein kann, sollte man einige Stunden warten. Sollte ein Teil schon bewurzelt sein, decke die Wurzeln mit etwas feuchtem ab, da sie sonst beschädigt werden.
Vermehren durch „abmoosen“: Kopfsteckling
Der Stamm wird mit Moos umwickelt. Stangen im Blumentopf können das Kopfstück halten, solange es antrocknet
Der Kopfsteckling wird das wertvollste an der Pflanze sein: er hat Blätter, die den Steckling weiter versorgen können und wenn er schon bewurzelt wurde, kann er sofort anwachsen. Bei dieser Pflanze wurde abgemoost: ein freies Stück Stamm wird mit Moos oder Kokoserde in einem Beutel umwickelt und feucht gehalten. Der Stamm bildet dort neue Wurzeln aus.
Nach einigen Wochen ist die Pflanze für den Schnitt bereit. Der Vorteil ist, dass der Kopf weiter an der ganzen Pflanze lebt und durch das anwurzeln hat er deutlich bessere Chancen, zu überleben. Leider hat in meinem Fall der Kopf trotzdem einige Schäden, da mir zuvor die Pflanze umgekippt war.
Durch das umkippen brachen im Topf viele Wurzeln ab, weshalb den Stamm tiefer zu pflanzen am Ende auch nicht funktioniert hat. Die Pflanze verlor mehr und mehr Blätter, weil sie Wurzeln und Blätter nach dem Schaden neu bilden musste.
Deshalb musste ich sie schneiden und es kam zu „aus eins mach vier“: ich machte einen Kopfsteckling, zwei Stammstecklinge und hatte den restlichen Stumpf im Topf.
Den Kopfsteckling kann man mit oder ohne Wurzeln auch direkt in Blumenerde pflanzen. Dabei sollte die Erde z.Bsp. frei von Trauermücken sein, die das Pflanzmaterial fressen und es der Pflanze schwer machen. Wenn Stecklinge bewurzelt sind, ist ihr überleben aber wahrscheinlicher.
Eine vernachlässigte Dieffenbachia am falschen Standort verliert Blätter am Stamm
Ursprünglich sah meine Dieffenbachie mal so aus: mehrere Stämme in einem Topf, die aber unten immer Blätter verloren. Falsche Pflege und falscher Standort lassen eine Dieffenbachia etwas jämmerlich aussehen, aber das kann alles behoben werden, wenn man sie umtopft und schneidet.
Meine Dieffenbachie ist von einem großen Topf zu sieben intakten Pflanzen geworden und drei weitere Stecklinge sind gestartet. Natürlich wollte ich eine große und schöne Pflanze und die Nachzuchten sind nur Nebenprodukt. Aber wenn man den Platz nicht hat, kann man sie auch verschenken oder verkaufen.
Eine mittelgroße Dieffenbachia und Kopfstecklinge in Wasser zum anwurzeln
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