Zimmerpflanzen in Gewächshäusern bilden einen tropischen Wald nach

Der botanische Garten Berlin zeigt auf mehrere Gewächshäuser verteilt tropische Pflanzen in einer Trockenzone und in einer Regenwaldzone. Das erwartet dich: Zimmerpflanzen wie Dieffenbachia, Alocasia, Begonia und Monstera in Landschaften angelegt und ein schöner Rundgang hindurch. Auf geraden Wegen, neben Rasenflächen und Sträuchern, geht es hin zum zentralen Gewächshaus.
Tolle Sukkulenten in der Trockenzone
In der Trockenzone gibt es eine enorme Zahl Kakteen und Sukkulenten zu sehen, wie zum Beispiel meinen Lieblingskaktus Echinocactus grusonii. Diese Exemplare waren an der Spitze bedeckt mit dem wolligen Scheitelfilz und etwa 80 cm hoch. An Sukkulenten sind besonders die symmetrischen Formen der Stämme und Blätter schön, und dabei ist mir diese Haworthia viscosa aufgefallen. Die dreieckige Form der Blattstiele und dazu ein paar rote Einfärbungen ergeben ein abwechslungsreiches Gesamtbild.


Fleischfressende Pflanzen in der Sumpfzone
In der Sumpfzone geht man auf Holzbrücken durch das Gewächshaus und in der Mitte ist ein Wasserbereich nachgebildet, in dem die üblichen fleischfressenden Pflanzen leben. Zwar will ich keine fleischfressenden Pflanzen halten, da mich fleischfressend nicht unbedingt fasziniert, aber zugegebenermaßen könnten sie manchmal ganz nützlich sein. Bei der Menge an Pflanzen bei mir zuhause nerven Trauermücken auch. In der Sumpfzone waren insbesondere große Sarracenia x catesbaei Schlauchpflanzen zu sehen, die rosarote Schläuche hatten und auf komplett nassem Sphagnum-Moos wuchsen.

Dichtes Blättergrün in der Tropenwaldzone
In den tropischen Bereichen ging es weiter mit dichten Dschungelwäldern, die einige Kletterpflanzen zu bieten hatten, wie die Monstera Deliciosa. Die krochen am Boden entlang zum Licht, oder an den künstlichen Bäumen empor. Insgesamt gab es viele Strukturen, die bewachsen waren, wie einige Bäume oder Orchideen auf Steinformationen. Dazu Anthurien und auffällige Bodendecker.



Natürlich habe ich mich auch auf die Suche nach Alocasien gemacht, wovon es gar nicht viele gab. Aber die beste Art habe ich auf jeden Fall gefunden: die Alocasia Micholitziana Green Velvet. Und die war mega groß. Meine eigenen zuhause sind ja schon ordentlich groß, aber unter den Bedingungen wie in einem ordentlichen Gewächshaus sind da auch 1,50 Größe drin. Die Blätter waren etwa 50% größer als die von meinen.


Die Neoregelia fand ich auch sehr interessant mit ihrem Wasserkelch in der Mitte. Diese Neoregelia concentrica Plutonis hatte lange grüne Blätter, deren unterer Bereich lila war und in der Mitte steht Wasser. Die Blütenstände waren fast vollständig unter Wasser.

Ich lasse mich natürlich auch gerne inspirieren, Pflanzen für mich zuhause zu finden. Und in meinem Terrarium war bisher immer ein grüner Bodendecker problematisch. Zwar ist nicht mehr viel Boden im Terrarium sichtbar, aber so ganz richtig ist das jedenfalls nicht. Da ist mir die Begonia thelmae aufgefallen. Die Blätter sind gut zwischen auffällig und langweilig und die Stämme kriechen über den Boden. Eine tropischen Pflanze, die schattig aber hell leben sollte. Vermutlich ist mein Terrarium dafür zu hell. Allerdings habe ich es zunehmend mit schattenliebenden Pflanzen besetzt, sodass sie die hinteren und Randbereiche vermutlich besetzen könnte.

Auch sehr auffällig war diese knallige Begonia brevirimosa ssp. exotica. Lila-rote Blätter mit schwarzen Blattadern lassen so eine Begonie vor dem ganzen Grün glänzen. Der Gesamteindruck von den Gewächshäusern im botanischen Garten war also sehr divers, mit vielen unterschiedlichen Arten und schön gestalteten Zonen. Alle Zonen bieten jeweils einen schönen Rundgang und abwechslungsreiche Pflanzen und Bereiche. Und natürlich sieht man hier, wieviel Potenzial in den „Zimmerpflanzen“ steckt, das zuhause manchmal schwer zu erreichen sein kann.
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