


Meine Pflanzen sollten eine Woche lang im Sommer bei ca. 26 Grad Zimmertemperatur ohne Gießen durchhalten. Das war das Ziel meiner Urlaubsvorbereitung. Meine Pflanzen stehen zum Großteil in Semihydro, also Selbstbewässerung. Das Wasserreservoir in diesem System war mein Hauptansatzpunkt: einfach vergrößern.
Die meisten meiner Pflanzen auf dem Sideboard stehen in Anzuchttöpfen mit Wasser im Übertopf, also kann ich sie einfach in ein größeres Wasserreservoir stellen. Und das habe ich mit zwei Topfuntersetzern bzw. großen flachen Schalen gelöst. In die größte habe ich vier Liter Wasser mit Dünger eingefüllt und alle Pflanzen reingestellt. Und das hat wirklich sehr gut geklappt. Zuerst einmal haben die Pflanzen das ganze Wasser in 6,5 Tagen verbraucht. Damit waren elf Pflanzen schonmal versorgt. Dabei sind auch eine große Alocasia Polly, eine sehr große und durstige Alocasia Micholitziana Green Velvet und dann alle ihre Ableger. Auch das Licht habe ich ein bisschen reduziert, indem ich die Lampen höher gestellt habe. Alle größeren Pflanzen haben das System einwandfrei überstanden. Aber die kleineren Töpfe haben wahrscheinlich zuviel Wasser abgekommen und hier und da zeigen sich braune Blätter.

Dazu standen separat in einem Untersetzer eine große Alocasia Polly und dann die wertvollen Alocasia cuprea und Alocasia Frydek variegata. Beide haben das ganze heil überstanden. Bei der Variegata ist das Problem zurzeit wohl eher das Licht: Das neueste Blatt ist komplett grün ohne weiße Panaschierung. Der werde ich jetzt mehr Licht geben. Sonst könnte sie mir komplett vergrünen.

Auf dem schwebenden Regal habe ich einige kaputte Blätter. Die Platinum hat ein paar vertrocknete Blätter und die Zebrina hat ein Blatt abgeworfen. Hier sieht es jedoch eher so aus, als dass sie das älteste für ein neues und größeres geopfert hat. Damit kann man leben. Auch die Alocasia Micholitziana Mutterpflanze schmeißt ein oder zwei Blätter ab und die Alocasia Polly in einer größeren Schale hat wohl das Wasser nicht gemocht, da ist ein braunes Blatt.


Den Dieffenbachien ist meine Abwesenheit egal. Sie machen einfach weiter und auch wenn sie am Ende der Woche natürlich trocken waren, seh ich gerade mal ein kaputtes Blatt. Im großen Topf blüht die Dieffenbachia weiter und die Triebe im Topf sind kurz vor dem ersten Blatt.

Die Monstera Siltepecana ist sicher etwas ausgetrocknet und sieht an der Spitze ein bisschen gestresst aus, aber eigentlich sieht man kaum Probleme. Und passenderweise hat die Monstera deliciosa sich komplett wohlgefühlt und einfach das nächste und damit auch größere Blatt rangezogen.

Einen etwas anderen Weg bin ich für mein Basilikum gegangen: vor dem Urlaub habe ich es gut geschnitten. Damit reduziert sich der Wasserverbrauch. Und ich habe die Basilikum auch komplett aus der Sonne gestellt, sodass sie nur indirektes Licht bekommen haben. Sie sehen ein bisschen traurig aus, aber wären sie geblieben, wo sie waren, wären da nur Knusperchips übrig. Und einen kleinen Überraschungsgast habe ich noch gefunden: im Terrarium wächst eine Mini – Alocasia Polly. Wo auch immer die herkommt. Da muss wohl schon länger noch ein Rhizom im Substrat geblieben sein. Die kann erstmal drin bleiben, denn wo soll ich mit den ganzen Pollies hin?
So wie es aussieht, bin ich mit kaum Schaden an den Pflanzen durch die Woche gekommen. Natürlich ist eine Woche auch nicht unbedingt lang, aber meine Maßnahmen haben schonmal geholfen.
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