Kurz gefragt: Alles neu mit Elstam

Sonntag, 1. September 2013 |
Veröffentlicht in Stadt Erlangen

258 Wörter

Elektronisches Verfahren ersetzt die Lohnsteuerkarte

Mit der letzten Lohn-und Gehaltsabrechnung des Jahres 2013 wird das ELStAM-Verfahren für Arbeitgeber zur Pflicht. Was sich für die Steuerbürger damit ändert, erläutert Dietmar Daubitz, Leiter des Finanzamts Erlangen.

Herr Daubitz, was verbirgt sich hinter der Abkürzung ELStAM?
Dietmar Daubitz: ELStAM steht für Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale. Bei den ELStAM handelt es sich um die Angaben, die bisher auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte eingetragen waren.

Welche Vorteile bringt ELStAM?
Dietmar Daubitz: Mit ELStAM – nicht zu verwechseln mit der elektronischen Steuererklärung ELSTER – wird das Lohnsteuerabzugsverfahren für alle Beteiligten vereinfacht. Die bisherige Lohnsteuerkarte wird durch ein elektronisches Abrufverfahren abgelöst. Die ELStAM aller Arbeitnehmer wird in einer zentralen Datenbank beim Bundeszentralamt für Steuern gespeichert. Diese Datenbank wird durch die Finanzämter und die Kommunen ständig aktualisiert und den Arbeitgebern zum elektronischen Abruf bereitgestellt. Auch die Steuerbürger können ihre ELStAM über das Elster-online-Portal einsehen. Dazu ist eine Registrierung mit der steuerlichen Identifikationsnummer notwendig.

Was ist bei dem Verfahren zu beachten?
Dietmar Daubitz: Für Änderungen der Meldedaten sind weiterhin die Gemeinden zuständig. Sonstige Änderungen sind beim Finanzamt schriftlich zu beantragen. Dies gilt auch dann, wenn die gespeicherten ELStAM mit den tatsächlichen Verhältnissen nicht übereinstimmen. Die entsprechenden Formulare können über die Homepage des Finanzamts heruntergeladen werden.

Dieser Artikel ist in der Printausgabe der Erlanger Nachrichten vom 17.08.2013 erschienen.

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