2300 Fans warnen auf Facebook vor Blitzern in der Stadt

Sonntag, 1. September 2013 |
Veröffentlicht in Stadt Erlangen

366 Wörter

Soziales Netzwerk nennt einige Radarfallen – Patrick Hauske hatte die Idee und will jetzt den Service noch ausbauen

ERLANGEN – Autofahrer aufgepasst: Wie man sich vor Blitzern in Erlangen und Umgebung schützen kann, zeigt ein neues Facebook-Projekt.

„Ich arbeite in einem großen Erlanger Autohaus, und bei Testfahrten fragten mich die Kunden oft nach Blitzern auf der Strecke“, erinnert sich Patrick Hauske. Eine Idee war geboren: Um der Kundschaft die Probefahrt so „störungsfrei“ als möglich zu gestalten, gründete er 2011 die Seite „Blitzer in Erlangen“ auf Facebook.

Website von Blitzer in ErlangenBlitzer in Erlangen auf Facebook

Ein Bombenerfolg. Mittlerweile tragen rund 2300 „Fans“ der Facebookseite täglich fünf bis zehn Verkehrsmeldungen aus Radio, Internet und eigenen Sichtungen zusammen und veröffentlichen jeweils eine kurze Meldung auf die Seite.

App-Entwickler gesucht

Die sechs Administratoren – neben Hauske Mitstreiter aus Erlangen und Umgebung – im Alter von 32 bis 33 Jahren überarbeiten die Nachrichten und veröffentlichen sie für alle Nutzer sichtbar.

Zusätzlich vermerken sie die Positionen der Radarfallen und Durchfahrtskontrollen in Erlangen und Umgebung auf einer Karte bei Google Maps. Darüber hinaus kooperiert Hauske mit der Internetseite gegenblitz.de, auf der bundesweit vor Blitzern gewarnt wird.

Hauske plant, den Service weiter auszubauen: „Wir würden uns freuen, wenn sich ein ehrenamtlicher App-Entwickler finden würde.“ Damit das Angebot auch auf Smartphones abrufbar ist. Im Moment scheitern Hauskes Vorstellungen aber noch an den Kosten für die App. „Darüber hinaus fehlt uns das Wissen zur Programmierung.“

Unproblematisch

Dass die Warnhinweise auf Facebook rechtlich unproblematisch sind, davon geht der Erlanger Fachanwalt für Straf-und Verkehrsrecht, Lars Kittel, aus. „Jeder Fahrer darf sich vor Antritt der Fahrt über gemeldete Blitzer informieren“, sagt der Jurist. Zu beachten sei allerdings, dass der Fahrer während er unterwegs ist, sein Mobiltelefon nicht benutzen darf. Wird er erwischt, dann werden 75 Euro fällig. Außerdem gibt’s vier Punkte in Flensburg.

Zur Facebookseite von Blitzer in Erlangen

Dieser Artikel ist in der Printausgabe der Erlanger Nachrichten vom 15.08.2013 erschienen.

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