Mach mal Kaffee – Frisch!

Mittwoch, 15. April 2015 |
Veröffentlicht in Lifestyle Markiert mit

714 Wörter

Ein typischer Morgen bedeutet, dass der erste Weg zum Espressokocher führt. Den habe ich jahrelang mit gemahlenem Espresso oder Kaffee befüllt. Am liebsten natürlich Espresso.
Und kürzlich gab es ein Upgrade in der Küche. Und als der Kaffee alle war, klingelte es bei mir: Die Küchenmaschine hat einen Aufsatz zum Kaffee mahlen. Perfekt.

So macht man Kaffee

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Der Kaffeeaffine braucht ein paar kleine Richtlinien. Zuerst, das System der Kaffeemaschine sollte gut schließen, also so zu wie es nur geht. Der Test: Wenn es beim Brühen herrlich nach Kaffee duftet – ist das ganz mies. Denn das ist das Kaffeearoma, dass dort in die Luft geblasen wird, wenn es doch eigentlich in die Kaffeetasse soll. Der Geschmack leidet. Deshalb:

So mahlt man Kaffee

Guter Kaffee in der heimischen Küche kommt damit, dass man ihn selbst zuhause mahlt. Denn die ganze Kaffeebohne bewahrt das Aroma besser, als das gemahlene Kaffeepulver. Ist der Kaffee wenig der Luft (dem Sauerstoff) ausgesetzt, ist sein Aroma besser geschützt. Hier gibt es auch ein Problem: es gibt Kaffeebohnen nur in größeren Mengen zu kaufen. Da gemahlener Kaffee schneller an Aroma verliert, gilt: kleine Mengen mahlen und die Bohnen luftdicht verschlossen in den Gefrierschrank. Da werden die Bohnen wenig Temperaturschwankungen oder Sauerstoff ausgesetzt. So ist das Aroma bestens geschützt.

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Es geht nur um Kaffee, Kaffee, Kaffee!

Die Kaffeebohnen wandern direkt aus dem Tiefkühl in die Mühle. Eine passende Kaffeemühle hat keine Messer, denn Messer erwärmen beim Mahlen den Kaffee. In der Mühle ist das viel zu früh und Aroma ist verschenkt. Doch ist nur eine Küchenmaschine mit Messern da, ist auch hier kein Genussmassaker im Anmarsch. Der Mahlgrad ist wie immer ein Mittelweg: zu fein gemahlen ist der Kaffee bitterer und brüht länger, ist er zu grob, kann das Wasser weniger Aromastoffe auslösen. Das richtige Mahlen erfordert etwas Übung. Der Geschmack und die Dauer des Aufkochens im Espressokocher geben einem die richtigen Hinweise.

Beim Wasser wird es richtig kleinlich

Benutzt man einen Espressokocher, aber auch wenn man es nicht tut, müssen die Mengen von Wasser und Kaffee abgestimmt werden. Triff das richtige Verhältnis, es gibt keine Mittelwege. Es kommen etwa zehn Gramm Kaffee auf 180 Milliliter Wasser. Zwei Tassen sind dann 390 Gramm Wasser und 24 Gramm Kaffee. Mit dem Wasser kann man auch experimentieren. Das sollte 92-96°C haben, weil es so die Kaffeebestandteile am besten löst. Alles in den Kocher, anschalten und geniessen. Für wirklich kunstgerecht erzeugten Kaffeegenuss gehört also ein extra Thermometer und eine Feinwaage in die Ausrüstung.

kaffeezubehoer-komp Etwas Zubehör gehört einfach dazu

Bei Filtermaschinen spült man den Papierfilter vorher aus, um die losen Zellulosezellen auszuwaschen, die nunmal sonst Papiergeschmack in den Kaffee bringen. Das Kaffeepulver wird angefeuchtet, damit es Wasser zieht und schonmal Bestandteile anlöst, die dann in den gekochten Kaffee gespült werden. Kocht man das Wasser manuell auf, gießt man kreisrund auf, um das ganze Kaffeepulver zur Extraktion des Aromas zu bringen. Das Kaffeepulver bekommt so das Wasser, dass es braucht. Bei der Filtermaschine hat man hier am wenigsten Möglichkeiten, der gute Espressokocher dagegen verteilt mit dem Sieb das Wasser recht gleichmäßig. Ein Vorteil des Espressokochers.

Auch Kaffee kann man ziehen lassen. Die Zeit entscheidet sich nach der Sorte, etwa 3 – 3,5 Minuten. Dies geht am besten in einer Kanne mit einem Sieb zum Kaffeepressen. Diese gibt es in vielen Discountern für günstig. Bei Maschinen und Kochern muss man sich mit dem Durchspülen des Kaffees zufrieden geben. Deswegen ist Anfeuchten hier besonders nützlich.

Ziel: volles Aroma

Kaffee kochen ist eine echte Wissenschaft, sie fängt bei der importierten Bohne an und hört mit dem Kaffee in der Tasse auf. Überträgt man diese Grundlagen auf die heimische Küche, kann man der Tasse Kaffee zuhause schnell mehr Qualität geben, für ein echtes Geschmackserlebnis. Ausprobieren!

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