Hombre, du machst Kaffee

Donnerstag, 18. Oktober 2012 |
Veröffentlicht in Lifestyle Markiert mit

1297 Wörter
Santa Maria:

Hombre, du machst Kaffee. (Ein Heulen ertönt in der Ferne)

Hombre:

Was ist das?

Santa Maria:

Ein koffeinhaltiges Heissgetränk.

(Schuh des Manitu)

Wenn der Wecker morgens klingelt, dann wird als Erstes eins gemacht: nicht aufgestanden.

Geschichte aus, Tschüs, Macht’s gut.

Natürlich ist es damit noch nicht vorbei. Nach dem Nicht-Aufstehen wird nämlich was als Erstes getan? Jeder von den Süchtlingen antwortet dasselbe: Kaffee wird gekocht! Denn ohne ’ne Ladung Koffein am Morgen geht es dem Kaffeetrinker ganz klar nur halb so gut wie mit der vollen Dröhnung.

Jeder ist da ganz speziell, einer nimmt einen Löffel Zucker, die Nächste keinen Zucker, wieder andere verschandeln den Kaffee mit Milch UND Zucker. Selbst Leute, die nicht Kaffee trinken, sind mir weniger suspekt als die mit einer heißen Blondine mit Sand (Kaffee mit Milch und Zucker).

Jedem seine Scharlatanerie, aber warum trinken wir Kaffee?

Ursprung in Äthiopien

kaffeekanne
Kaffee bis oben hin

Der Kaffee als Getränk kommt aus der Türkei, die Pflanze selbst aus Kaffa, Äthiopien. Zubereitet wurde das Getränk so: die Bohnen wurden geröstet, gemahlen und in einer Jabana (ein Tonkrug) aufgekocht und in Schalen serviert. Der Begriff Kaffee stammt aus dem Arabischen. Im Jahr 1673 öffnete das erste deutsche Kaffeehaus in Bremen. Wer heutzutage mal durch eine beliebige Innenstadt marschiert, kommt um Begegnungen mit Kaffee nicht drum herum: Wohl jede gastronomische Einrichtung bietet Kaffee an. Die Kaffeehäuser, wie es sie früher gab, heißen dann heute wohl „Starbucks“, aber dasselbe Prinzip ist es bestimmt.

Wie Kaffee wirkt

Kaffee hat viele Auswirkungen auf den Konsumenten. Jeder lernt Kaffee als den Wachmacher am Morgen kennen, und selbst verständlich findet sich jemand, der ihm medizinische Wirkung zuschreibt und Einer, der Satan im Becher vermutet. Wie ich hier so in meinen Becher schaue: wenn Satan drin ist, in der Schwärze kann ich ihn nicht sehen. Muss ich mal die Tasse leeren.

Ich geh jetzt erst mal in die Küche und schenke mir ’ne neue Tasse ein.

Lustig finde ich am Kaffee ja diese quasi-Kopfschmerzen, die ich davon bekomme. Ein Druck im Schädel von aussen, so fühlt sich das an. Ich hab noch nie jemand gefragt ob das wohl normal ist. Aber wen interessiert das schon, Hauptsache es schmeckt. Tut es, nämlich ganz köstlich.

Nun bin ich etwas schlauer geworden und ich halte das, was ich hier gelesen habe auch für möglich:

Das Kopfschmerzgefühl ist genauso wie das Gefühl, wenn man nicht genug trinkt. Ich trinke für gewöhnlich immer zu wenig, bezahle damit natürlich mit Kreislaufproblemen und so, aber vergessen wir das. Also hat das was mit dem Wasserhaushalt zu tun und ist bestimmt mit fatalen Folgen verknüpft. Da kann ich nur grinsen.

Immer wenn ich am Morgen Kaffee trinke -bevor ich Frühstück esse- habe ich gleich gar keinen Hunger mehr. Es wird Zeit rauszufinden, wieso das so ist!

Das bitter-köstliche Heissgetränk regt die Verdauung an, also sollte sich ja theoretisch nach dem Kaffeetrinken ein Hungergefühl einstellen. Da läuft bei mir also etwas falsch. Jedenfalls lässt sich das Frühstück perfekt mit Kaffee ersetzen. Einigen Theorien zufolge soll das wohl klassische Konditionierung sein: Man isst nichts, aber trinkt stattdessen Kaffee. Da man das immer so macht stellt sich der Körper darauf ein und aus ist’s mit dem Hungergefühl. Bezahlt man dann mit Schwächeanfall kurz vor dem Mittag, je nach Tagesablauf. Und das bewirkt super depressive Stimmungen; liegt aber meiner Theorie nach daran, dass man einfach nichts isst.

Kaffee als Wachmacher sollte natürlich nicht vergessen werden, da frag ich mich doch gleich was da los ist. Koffein ist ähnlich aufgebaut wie Adenosin und besetzt die Adenosinrezeptoren im Körper. Adenosin wirkt ermüdend, bleibt seine Wirkung aus fühlt man sich nicht müde, obwohl man natürlich trotzdem erschöpft ist und Erholung bräuchte. Kaffee enthält natürlich Koffein, so wie es auch viele Fitness-/Wachmacher-/Softdrinks tun. So gesehen wäre es sogar gesünder einen Kaffee statt einen dieser Drinks zu trinken, schliesslich enthalten diese Drinks Unmengen an Zucker, um das bittere Koffein geschmacklich zu kaschieren. Und Kaffee ist – ich wiederhole mich – köstlich!

Beim Kaffeetrinken Jedem das Seine

Jeder Kaffeetrinker ist sehr speziell darin, wie er seinen Kaffee trinkt, zumindest die wirklich hoffnungslos Süchtigen. So wie ich zum Beispiel. Auch wenn das hier nichts zu Sache tut, ich warte eigentlich darauf, dass mir jemand mal Kaffee zum Geburtstag schenkt. Und Gummibären.

Ich mochte früher auch keinen Kaffee, ich kenn‘ aber auch keinen, der ihn von Anfang an mochte. Mit der Arbeit hat es dann angefangen, früh morgens Kaffee zu trinken; das ging dann soweit dass es immer Espresso und nichts anderes sein darf. Mittlerweile ist mir alles recht, Hauptsache es ist namhafter Kaffee, der schmeckt nämlich. Nur zu Hause ist es immer und ausschließlich Espresso.

Espresso ist stärker geröstet, daher dunkler und er wird feiner gemahlen. Dieser Mailänder im Ursprung enthält genauso viel Koffein wie gewöhnlicher Kaffee, wird aber mit weniger Wasser zubereitet. Durch die geringe Wassermenge ist das Koffein allerdings höher konzentriert.

Espresso unterscheidet sich von Kaffee in seinem Geschmack, er ist wesentlich vollmundiger als schlichter Kaffee. Ein direkter Unterschied besteht in der Intensität des Geschmacks, einfacher Kaffee macht leicht einen laschen Eindruck. Sehr viel Einfluss hat hier allerdings die Zubereitung, ein korrekt aufgebrühter Espresso haut einen geschmacklich vom Hocker, da mag man einfachen Kaffee kaum noch anfassen.

Zubereitung von Kaffee

Zubereitungsarten von Kaffee gibt es wie Sand am Meer, sogar Jobs wie zum Beispiel Barista beruhen auf diesem Getränk. So verbreitet wie der Kaffeekonsum ist, ist er bald schon seine eigene Kunstform. Persönliche Freiheit ist das und dass Freiheit ganz was super Tolles und Nützliches ist, davon sind ja alle überzeugt. Besonders ich. Wärmt mir das verdammte Herz tagtäglich.

Was übrigens der Kaffee tut. Das sonst so verteufelte Gesöff ist nämlich den Medizinern nach eher gesundheitlich wertvoll. So zum Beispiel enthält er Antioxidantien, und die sind echt super gesund.
Kaffee in Glastasse mit Kaffeebohnen

kaffeetasseDie gute Tasse Kaffee ist ein Genuss

Gesundheitlich 1a

Mal zu den Fakten:

Niedrigeres Herzinfarktrisiko, fördert die Durchblutung und damit den Kreislauf, bessere Konzentrationsfähigkeit durch einen das Hirn stimulierenden Effekt, Schutz vor Diabetes 2 da die Insulinempfindlichkeit steigt, enthält viel Ballaststoffe die die Verdauung beschleunigen und damit werden Schadstoffe schneller ausgeschieden. Schützt vor Krebs. Schützt das Gehirn vor Ablagerungen und damit vor Demenz und Alzheimer. Ich laufe schon in die Küche und koch noch ’nen Liter Kaffee. Klingt ja wie Miraculix‘ Zaubertrank.

Ein Peeling mit Kaffee und Honig

Kaffee kann man nicht nur trinken. Nein, ich meine nicht das Kaffeepulver trocken löffeln, sondern Körperpeelings. So aufgetragen wird die Haut besser durchblutet. Und eigentlich lässt mich das überlegen, ob ich’s nicht mal probieren soll. Wie’s geht: man verrührt Kaffeepulver oder Kaffeesatz mit Honig zu einer geschmeidigen Paste. Sich damit einschmieren wird bestimmt ne tolle Sauerei, also ab in die Dusche. An den Füßen sollte man anfangen und die Paste kreisend auftragen. Das allein hat auch schon einen anregenden Effekt auf die Haut. Danach sollte man sich gründlich abspülen, das Kaffeepulver kommt nämlich überall rein und ist geruchsintensiv. Die Haut soll davon sehr geschmeidig und weich werden, was einige Tage anhalten kann. Nur das eincremen nicht vergessen. Neben der Wirkung des Kaffees wäre da auch noch der Honig: er wirkt entzündungshemmend und pflegt die Haut.

Ich kann nur sagen, nach diesen Erkenntnissen werde ich meinen Kaffee wohl noch weit genüsslicher trinken als zuvor.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.