Logan – Wolverine kämpft bis zum Letzten

Montag, 13. März 2017 |
Veröffentlicht in Kritiken

739 Wörter

Logan – The Wolverine (Originaltitel Logan) zeigt den Überlebenskampf von Wolverine und Professor X

Logan/Wolverine und Professor X sind die letzten Überlebenden der X-Men im Jahr 2029 und schlagen sich in Mexiko durch. Sie hausen auf einem heruntergekommenen Fabrikgelände und sind sichtlich gealtert: sie gehen langsam an ihren Fähigkeiten zugrunde. Im Alter kann Professor X seine Psykräfte nicht mehr ausreichend beherrschen und muss ruhig gestellt werden, damit niemand verletzt wird. Logan dagegen geht langsam an seiner Waffe X-Aufrüstung zugrunde: das Adamantium, dass ihn lange unbesiegbar machte, vergiftet ihn von innen heraus.

Gabriela Lopez drängt sich Wolverine auf wo sie kann: sie behauptet, sie würde seine Hilfe benötigen. Der immer grimmige Wolverine blockt ab und versucht sie loszuwerden, auch wenn Lopez hartnäckig ist. Charles Xavier nimmt Kontakt zu dem Mädchen Laura auf und schwafelt wirres Zeug über sie. So wie das Mädchen zu Logan und X findet, kommen auch die ernsthaften Probleme: Laura ist ein entflohenes Experiment und wird von ihren Erschaffern gejagt.

Logan erreicht seinen und X’s Unterschlupf, nachdem er Gabriela tot aufgefunden hat. Später entdeckt er: das Mädchen muss sich bei ihnen eingeschlichen haben. Charles setzt sich für die widerspenstige, egoistische und starke Laura ein. Doch ihre Verfolger sind auch nicht weit: das gewalttätige Sicherheitspersonal von Alkali Transigen unter der Führung von Donald Pierce.

Militärjeeps rasen auf das Gelände mitten in der Sierra. Laura sitzt in dem heruntergekommenen Kraftwerksgebäude am Tisch und futtert Cornflakes. Die Kämpfer von Pierce gehen rein. Von außen hört man nur Schreie, Schläge und Lärm. Dann kommt Laura langsam herausspaziert, mit ihrem Rucksack um. Den Männern dürfte es nicht mehr so toll gehen. Und wenn das noch nicht genug war: so wie Wolverine hat auch sie Adamantium-Krallen. Laura und Wolverine schnetzeln sich durch die Kämpfer von Pierce, wie man es von Wolverine nur zu gut kennt.

Mutantenaction mit vielfachem Wolverine

Der Kinofilm Logan, in den deutschen Kinos ab dem 02. März 2017, zeigt Wolverine so, wie man ihn eigentlich nicht kennt: am Ende seiner Kräfte. Seine Mutation ist lange nicht mehr so stark, wie sie es einmal war. Er geht langsam zugrunde, so wie auch Charles unter seiner Fähigkeit leidet. Logan begegnet den Nachfolgern des Waffe X -Programms des Militärs, dass auch ihn erschaffen hat. Immer noch besessen von der Idee, Mutanten als Waffe zu missbrauchen, doktern die Mutationsforscher an ihnen herum und versuchen, Mutanten unter ihre Kontrolle zu bringen und neue zu züchten. Deshalb begegnet Logan auch seinem speziellen Widersacher: Transigen hat einen Klon von ihm erschaffen, der sich kontrollieren lässt. Und auch Laura hat dieselben Fähigkeiten wie Wolverine.

Mit der Mutantin Laura dreht sich die Geschichte wieder um Mutanten, auf der Suche nach Freiheit, und Mutationsforschern auf der Suche nach der perfekten Waffe. Diese Konstellation ist in Wolverine nicht neu und kann dennoch mit packender Action und Konflikten punkten. Wolverine ist zwar nicht mehr in Höchstform, aber er setzt sich für die Mutantenkinder ein, wenn auch widerwillig. Sein brutaler, gewissenloser Klon „Waffe 24“ ist dabei die größte Gefahr für ihn. Die Mutantenkinder suchen einen Unterschlupf, der direkt aus den originalen Marvel-Comics überführt wird.

Einmal mehr die Thematik Genexperimente

Mit diesem Film wird einmal mehr die Thematik von Genforschung und ihren Möglichkeiten beleuchtet, in einem weit fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung. Kinder werden für Forschungszwecke gezüchtet und entmenschlicht. An ihnen wird herumgeschraubt wie an einer Maschine und ihr freier Wille unterdrückt. Das Ganze natürlich abgemischt auf ein Action-Drama, in dem ein extremer Kampf der Parteien dargestellt werden kann. Brutalität und Skrupellosigkeit herrscht auf beiden Seiten. Die Experimente an Menschen werden auch hier klar negativ dargestellt und bedienen sich Qual und Folter. Genauso gehen die Mutanten aber schlussendlich auch vor.

Logan – The Wolverine hält den Zuschauer mit rasender Action ständig unter Hochspannung und zeigt Wolverine nicht mehr als übermächtigen, coolen Helden, sondern als Mann, den seine Entscheidungen alles kosten. Reichlich blutig und brutal läuft das Klauengeschnetzel von Wolverine ab, und die Brutalität wird so deutlich dargestellt, dass die Freigabe ab 16 fast schon unwahrscheinlich scheint.

Das neue Wolverine-Spektakel ist weitaus besser, als „Der Weg des Kriegers“ und schafft somit ein eindrucksvolles Ende. Wolverine als zentraler Charakter der X-Men und natürlich seiner eigenen Filmreihe gibt ein letztes Mal alles.

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