Filmkritik: Movie 43

Sonntag, 10. Februar 2013 |
Veröffentlicht in Kritiken

292 Wörter

Star-reiche Besetzung: Hugh Jackman, Halle Berry, Richard Gere, Emma Stone und viele mehr: Der Weg zum neuen Kassenschlager?

Die US-amerikanische Episoden-Filmkomödie erschien am 24. Januar 2013 in den deutschen Kinos.
Zwei US-amerikanische Teenager nehmen zuhause einen Videoclip auf, mit dem sie auf YouTube groß herauskommen wollen. Eine jugendlich-leichtsinnige und dumme Idee stellt die Handlung dar. Doch der kleine Nerd-Bruder kapert ihren Computer und spielt ihnen einen Streich. Die Jungs wollen es ihm heimzahlen. Sie erfinden den Namen eines Videos und ködern den IT-Freak mit dessen Unauffindbarkeit. Dabei entdecken sie das niveaulose Internet in seiner ganzen Fülle.

Der Zuschauer ist vielleicht bereit, über die ersten humorlosen, abgedroschenen Fäkalwitze hinwegzusehen. Sie könnten nur ein Extrem am Rande sein.
Ein Liebespaar beim Picknick im Sonnenschein ergeht sich romantisch-zögerlich in Andeutungen über ihre gemeinsame Zukunft. Und plötzlich platzt die Frau heraus: „Ich will mich von dir ankacken lassen!“
In aneinandergereihten mehrminütigen Videos läuft der Streifen durch. Doch bereits nach wenigen Clips mit einigen Lachern wird die Frage unausweichlich: Wie dreist können die Regisseure der einzelnen Abschnitte den Zuschauer mit einem Film abspeisen, in dem die Rahmenhandlung schwach, die Pointen niveaulos und überspitzt und mit Splatter garniert sind?

Als Film, der schockiert, mit dem Zuschauer spielt und ihn mit schlechter Handlung konfrontiert, zerstört der Film die klassische Auffassung von Kino mit der Annahme, ein in sich zusammenhängendes Werk gezeigt zu bekommen. Das geschafft zu haben, davor möchte man den Hut ziehen. Selbst der Abspann bietet noch Verwirrung.

Die Komödie sticht mit der Arroganz der Produktion und einem enormen Star-Aufgebot aus der Filmlandschaft heraus. Als Kontroverse. Als schlechtes Beispiel. So sehr übertrieben und platt dargestellt, dass es dennoch lustig ist. Denn schlimmer kann es nicht werden.

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