Die Minions auf der Suche nach „Big Boss“

 

Die Kinoleinwände sind gelb: die "Minions" von "Ich, einfach unverbesserlich" durchlaufen ihre Suche nach "Big Boss". Seit Urzeiten wählten sie den größten, stärksten und hinterlistigsten Typ zum Anführer. Denn nur Unheil stiften gibt ihnen Lust am Leben. Seit dem 02. Juni 2015 sind die Minions mit ihrem eigenen Film in den deutschen Kinos. Jetzt haben sie eine echte Mission.

Der Film "Minions" zeigt die Geschichte der Minions vor "Ich, einfach unverbesserlich". Die Minions entstehen in der Zell-Gen-Suppe urzeitlicher Ozeane und beginnen ihre Suche nach einem großen, bösen Anführer. Doch ihr kleines Problem ist: sie sind total tollpatschig. So tollpatschig und chaotisch wie sie sind, bringen sie jeden "Big Boss" ins Grab. Ob sie den T-Rex versehentlich in einen Lavafluss stoßen, oder Graf Dracula dummerweise im Sonnenlicht rösten, sie haben nicht viel Glück auf der Suche. Sie brauchen eine Rettungsmission, denn ohne bösen Big Boss macht das Leben keinen Spaß. Es ist die Heldenstunde von Kevin, Stuart und Bob. Sie ziehen los, auf der Suche nach Big Boss im 21. Jahrhundert.

Animiertes Spektakel mit gelben Winzlingen

"Minions" hat mit den süßen, gelben Winzlingen auf großem Abenteuer eine witzige Geschichte parat. Obwohl sie selbst so freudig, albern und tollpatschig sind, streben sie nach einem Herrn, der böse und mächtig, kurz: ihr komplettes Gegenteil ist. Der Animationsfilm als Spin off von "Ich, einfach unverbesserlich" hat die Minions im Mittelpunkt, die ihr merkwürdiges Kauderwelsch plappern und immer witzig daherkommen.

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Die Minions sind einer gefährlichen Verbrecherin aufgesessen, die sie jedoch nicht zu geschätzten Untertanen macht, sondern sich größte Gemeinheiten zu ihrer Strafe ausdenkt, sollten sie versagen. Auf der "Villain Con" (Eine Messe für Bösewichte) können sie sich in den Dienst von der Superschurkin "Scarlett Overkill" stellen. Aus Versehen. Und Scarlett Overkill hat eine Mission für die Minions, die sie nach England führt und einem Superschurken absolut angemessen ist.

Besonders fällt bei diesem Film die Auswahl der irren Konstellationen von Charakteren aus, die klassisch stereotyp dargestellt sind. Sie werden dabei ordentlich auf die Schippe genommen, wenn in der Verfolgungsjagd die englischen Polizisten bei Höchstgeschwindigkeit nebenbei ihren Tee ins edle Porzellan gießen. Auch sind die Proportionen der Menschen im Animationsfilm wie so oft völlig überspitzt.

Lustiges Unterhaltungskino

Der Kinofilm mit den Minions im Zentrum hat viele Lacher zu bieten, die das Wesen der Minions ausmachen. Damit und mit ihrer merkwürdigen Sprache, kindlichem Verhalten und durch allerlei Blödsinn gewinnen sie das Herz der Zuschauer. Bemerkenswert ist auch, dass der Zuschauer problemlos verstehen kann, was die Minions sagen. Denn ihre Sprache ist ein Misch-Masch von Sprachen wie Englisch, Deutsch, Spanisch und anderen, womit einige Worte klar sind, andere aus den Handlungen und Gesten verstanden werden können. Die Hauptcharaktere erscheinen dadurch besonders drollig.

Kleinere Story-Schwächen

Die Story ist nicht unbedingt originell, und auch die Bösewichte legen keine neuen Maßstäbe an. "Scarlett Overkill" sehnt sich danach, Prinzessin bzw. Königin zu werden und hat einen genialen Erfinder zum Mann, außerdem tritt Gru auch kurz auf. Die Begeisterung für technisch ausgefeilte Waffen war auch zuvor schon zu sehen und die Superschurken machen davon passenden Gebrauch.

Die Minions bekommen ein solides 6-Sterne-Rating, das an den 7 Sternen aufgrund der Story knapp vorbeirutscht. Ein Spaß ist der Film allemal und langweilig wird er nicht.

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