Catching Fire: Vom tragischen Liebespaar zu Terroristen

Samstag, 15. Februar 2014 |
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580 Wörter

Der zweite Teil der Brot-und-Spiele Trilogie „The Hunger Games“ in den deutschen Kinos

Es ist ja doch noch mal gut ausgegangen für Katniss Everdeen und Peeta Mellark. Ihre angebliche Liebe in „The Hunger Games“ schien auf ein tragisches Ende zuzugehen. Doch sie haben dem Capitol gezeigt, dass sie sich nicht unterdrücken lassen wollen. Und ihre unsterbliche Liebe machte sie zu Stars in den Augen der Bewohner der Hauptstadt, dem Capitol.

Hier werden sie vorgezeigt und geliebt für die theatralische Darstellung, die sie in den ersten Hungerspielen ablieferten.
Mehr als abgeliefert war diese Liebe allerdings nicht: Katniss liebt Peeta sicher nicht, aber er hat sie als seine Herzensdame auserkoren. Liebe macht eben doch blind.

Eine unerwartete Wendung für die Gewinner

Katniss und Peeta dachten, sie wären sicher. Sie gewannen die Hungerspiele. Nie wieder müssen sie daran teilnehmen, denn die Gewinner können nicht noch einmal in der Lotterie der Spiele gezogen werden. Dachten sie. Falsch gedacht. Am 21. November 2013 war es in den deutschen Kinos soweit: die Kinosäle sind in Flammen mit Katniss‘ Evolution zur Heldin und Ikon des Widerstands gegen das grausame, unterdrückerische Capitol. Doch davon weiß sie nichts.

Präsident Snow will Katniss am liebsten tot sehen, und nicht als Symbol für den Widerstand in Panem. Dieser ergreift mehr und mehr der 13 Distrikte, denn die Menschen fühlen sich versklavt.
Der Zuschauer erfährt nicht, ob die Auswahl manipuliert wurde, aber wie das Schicksal es so will, werden Katniss und Peeta erneut für die Hungerspiele ausgewählt. Denn die 75. Hungerspiele haben eine kleine Überraschung in sich: als Quarter Quell gibt es besondere Regeln. Aus den Überlebenden der vergangen Hungerspiele wird für das alljährliche blutige Gemetzel in der Hauptstadt ausgewählt. Katniss ist die einzige weibliche Gewinnerin in Distrikt 12, und damit automatisch in der Arena. Wie praktisch für den Präsidenten.

Was wird aus Katniss?

Ohne dass sie davon weiß, macht der Stylist Cinna Katniss auf der letzten Fernsehshow vor den Spielen zu dem Spotttölpel, dem Symbol des Widerstands gegen das Capitol in Panem. Ihr Kleid ist, wie auch im ersten Teil, mit einem Extra ausgestattet: Katniss betritt die Bühne im Hochzeitskleid, dass Präsident Snow für ihre Hochzeit mit Peeta ausgewählt hat. Es ist ein sehr überschwängliches, prachtvolles weißes Kleid. Und Katniss dreht sich für die Augen des Publikums und lässt sich bewundern. Sie geht in Flammen auf.

Ihr Kleid verbrennt, und darunter kommt Katniss erneut zum Vorschein: Pechschwarz und in Federn. Sie streckt die Arme aus wie Flügel. Sie ist der Spotttölpel. Sie wird selbst das Symbol des Widerstands.

Das Drehbuch weicht wenig vom Buch ab. Und das ist gut so. Die Buchadaption kann sich zusammen mit dem Ursprungswerk durchaus sehen lassen, an Spannung fehlt es nicht. Wie auch im ersten Teil ist die Arena angefüllt mit Tricks und Überraschungen für die Tribute. Sie bilden Allianzen und kämpfen bis zum Tod. Katniss und Peeta finden Verbündete und überstehen menschenfressende Affen, giftigen Nebel und Psychotricks, die sie foltern. Es bleibt spannend in Panem. Und der Ausblick auf Teil 3 ist vielversprechend. Denn jetzt beginnt die Revolution. In Distrikt 13.

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