Captain America: Civil War – Superhelden zerstritten

Freitag, 10. Juni 2016 |
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Am 28. April startete Superheld Captain America in seinen dritten Film, in dem ihn einige der Avengers tatkräftig unterstützen. In The First Avenger: Civil War geht es zurück in Captain Americas Vergangenheit, die auch in 2016 noch ordentlich Konfliktpotenzial bietet. Der Supersoldat und First Avenger Captain America kämpft in der Gegenwart mit Iron Man, Black Widow und Wanda Maximoff weiterhin gegen gefährliche Kriminelle in aller Welt. Bei einem Einsatz in Lagos passiert ihnen ein großer Fehler: um Captain America zu schützen, bewegt Wanda Maximoff telekinetisch einen Kriminellen mit Sprengsatz aus seinem Umfeld und zersprengt dabei einen großen Häuserblock. Sie tötet viele Menschen.

Die Superhelden rund um Captain America bekommen in Civil War aufgezeigt, wieviel Kollateralschäden sie auch in Avengers, in Avengers: Age of Ultron usw. verursacht haben. Die Avengers unter Captain America sollen in Civil War endlich unter Kontrolle gebracht werden. Als allein agierende Organisation sieht man sie als gefährlich und selbstgerecht an. Der US-amerikanische Secretary of State General Thaddeus Ross legt stellvertretend für die Vereinten Nationen die Sokovia Accords vor: die Avengers wären der UN unterstellt.

Es ist dieser Punkt, der die Avengers spaltet. Sollen sie den Staaten der Welt unterstehen, und nicht mehr frei agieren? Oder sind sie dazu fähig, selbst über ihre Einsatze zu entscheiden und ihre Macht einzusetzen, wie sie es für richtig halten? Eine absolute Streitfrage unter den Avengers.

Alte Feinde sind in Civil War nicht weit

Doch die Avengers stehen weiterhin Hydra gegenüber. Und die hat einen neuen, mächtigen Gegner zu bieten. Der Winter Soldier, ein verhaltenskonditionierter Supersoldat mit Cyborg-Stahlarm wird in einer Rachemission gegen Captain America und seine Freunde geschickt. Es entwickelt sich ein Kampf mit vielen Akteuren. Am Ende bilden sich zwei Seiten unter den Superhelden heraus, die gegeneinander antreten. Ein Action Show Off der Extraklasse.

Captain America: Civil War kann mit vielen Superhelden aufwarten, darunter einige, die bisher eher wenig zu sehen waren. Das ist zum Beispiel Ant Man, Wanda Maximoff oder Black Panther. Neu dazu kommt der junge Spider Man, der mit seinem jugendliche Charakter lustige Szenen mit einbringt, aber auch etwas nervig für die alten Hasen im Superhelden-Business wird. Die Freunde geraten miteinander in Konflikt, was ihnen erneut mehr Tiefgründigkeit verleiht. Tony Stark wird besonders hart herausgefordert, als er seine Begegnung mit dem Winter Soldier hat. In Captain America: Civil War wird viel neues um die Geschichte zwischen Winter Soldier Bucky und Captain America bekannt. Dies gibt den Zündstoff für Meinungsverschiedenheiten, die die Superhelden entzweien.

Stark handelt im Sinne der UN, Captain America bleibt lieber autonom, sodass einige Superhelden ins Gefängnis wandern. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie in einem großen Kampf einander die Köpfe abzureißen versuchen. Interessant sind wieder einmal Tony Starks Iron Man-Anzüge, die immer ausgeklügelter und toller aussehen. Ansonsten sind alle Superhelden nach alter Manier.

Insgesamt ist Captain America: Civil War ein starker Action-Film der Superhelden, in dem erneut viel Story eingebracht wird. Das tut den Filmen gut. Der Film weiß mit Sprüchen und Superkräften zu unterhalten, wie alle vor ihm. Er ist kurzweilig, aber nicht überladen. Robert Downey Jr., Chris Evans, Scarlett Johansson und Jeremy Renner sind erneut das Star-Aufgebot in dem Streifen, der sich mit 7 Sternen gut aufstellen kann.

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