Avengers müssen gegen Ultron aufräumen

Dienstag, 19. Mai 2015 |
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662 Wörter

Nachdem die Avengers zusammen einen guten Teil von New York in Schutt und Asche legten, um eine Invasion von Halbgott Loki aufzuhalten, haben die Kumpane nun eher wenig Beschäftigung. Die Organisation S.H.I.E.L.D brach am Ende des Films auseinander, geschwächt und kaum handlungsfähig. Die Avengers wollen Lokis Szepter der Organisation Hydra aus den Händen reißen, der es am Ende des Krieges zugefallen war. Doch das ist erst der Anfang.

Ein Wald. Gewehrfeuer und Schüsse peitschen umher. Black Widow erledigt mit einem Motorradstunt einen anfahrenden Jeep mit Soldaten, Hawkeye spielt High Tech-Legolas und lässt die Sehne des Bogens sirren. Aus dem Bunker wird auf ihn gefeuert. „Der Bunker“, ruft er ins Headset. Groß, grün und brüllend kommt der Hulk durch den Wald gestürmt und rennt durch den Betonbau wie ein Rugbyspieler durch die gegnerische Meute.

Die Avengers sind nun ein Superhelden-Team auf eigene Faust und beschützen die Menschheit. Hydra hat unter Baron von Strucker eine Festung in Sokovia. Lokis Szepter soll der Weg zum Schutz der Menschheit gegen außerirdische Invasionen sein, erhofft sich Stark. Die Avengers holen sich das Szepter und Bruce Banner und Tony Stark lassen damit sein Computerprogramm Ultron zum Leben erwachen. Ultron wird durch das Szepter zur künstlichen Intelligenz. Und sie überwältigt Stark’s Software-System JARVIS und flüchtet ins Internet. Ein neuer Widersacher ist geboren.

Klares Story-Schema und Effektfeuer

Der Zuschauer wird in Avengers: Age of Ultron direkt in die Action hineingeworfen und das Auge mit einer stunt- und effektreichen Superheldenschlacht beglückt, gegen Gegner, die austauschbar und schnell vergessen sind. Hydra ist der allgemeine Kopf, die Handlanger sind individuell unbedeutend. Die Story der neuen Avengers-Weltsicherheitsmission geht bei Übermenschen, Halbgöttern und Supersoldaten unter und leistet ihre Dienste als Schema: mächtiger, schier unbesiegbarer Feind mit Plan die Welt zu vernichten gegen eine Gruppe Kämpfer, von guter Soldat über Genie bis hin zu Halbgott.

Entwicklung auf Seite der Helden

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In diesem Teil der Avengers-Serie ist eine Entwicklung der Charaktere angenehm zu spüren. Genie Stark, Playboy und so unterhaltsam arrogant wird von seinem Technikspielzeug in die Pfanne gehauen, als die Erfindung Ultron schiefläuft und die Maschine einmal mehr gegen den Menschen steht. Nun dürfen die Avengers Tonys Suppe auslöffeln.

Eine neue Art von Gegner für die Avengers tritt auf: Ultron kann sich als intelligentes Programm in das Internet absetzen und unendlich kopieren. Es ist somit schwer, ihn zu besiegen und ein Bezug auf das heutzutage allgegenwärtige und „mächtige“ Internet ist eine angenehme Story-Komponente.

Neben den Entwicklungen, die die Story treiben, stehen das Leben von „Hawkeye“ Clint Barton und die Romanze von Bruce Banner. Barton versteckt die Avengers auf seiner Farm, eine ruhige Episode zwischen den Gemetzeln. Er hat Frau und Kind, ein idyllisches Leben weitab vom Agenten-Dasein. Und Bruce Banner füllt seine persönliche Episode im Film mit Anwandlungen für eine starke Frau, die ihm sehr nahe steht. Doch das hält ihn zum Glück nicht davon ab, sich mit Stark und seiner „Veronica“ durch eine Stadt in Südafrika zu prügeln.

Es treten auch einige neue Superhelden auf den Plan, die mit ihren Fähigkeiten kräftig mitmischen, für und gegen die Avengers. Ein Film voller Story und Entwicklungen, die manchmal einfach am Zuschauer vorbeiziehen. In einem Action-Effektfeuer, lustigen Sprüchen und der gelegentlichen Witze der Superhelden, die auch dem ersten Film die Ernsthaftigkeit nahmen, verpasst der Zuschauer auch leicht die eigentliche Handlung. Doch gleichzeitig ist das nicht schlimm, da die Fronten klar sind, die Akteure stereotype Rollen haben und somit die Grundlagen einfach auszumachen sind.

Avengers: Age of Ultron kommt mit den vorherigen Stars Robert Downey Junior, Chris Hemsworth, Scarlett Johansson, Cobie Smulders und Samuel L. Jackson daher und lässt sie die Story an eine Stelle bringen, an der andere übernehmen. Ein Film zwischen zwei anderen, der sich aber vor dem Ersten behaupten kann.

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